Sexuelle Belästigung online

Sex im Internet

Täglich knüpfen Kriminelle, Verführer und Kinderschänder im Web gezielt Kontakt zu Minderjährigen. Täglich werden Kinder und Jugendliche in Chat-Räumen sexuell genötigt. Sie treffen auf die, die im Netz mit Koks- und Heroin dealen. Sie finden sich unter denen wieder, die lieber heute als morgen Selbstmord begehen möchten oder auch unter denen, die jemanden zum "Schlachten" suchen. Kultanhänger unterschiedlicher Couleur finden sich, wie Rechtsradikale oder auch Sekten.

Für Jugendliche oder Kinder besteht die Gefahr, dass sie in die Fänge von Pädophilen geraten. Anmache ist im Internet Alltag. Eine US-Untersuchung ergab, dass von über 1000 befragten weiblichen Teenagern 30 Prozent im Internet sexuell belästigt wurden. Pädophile nutzen planmäßig Chat-Foren und die Anonymität des Internets, um Onlinebeziehungen aufzubauen. Sie suchen über soziale Netzwerke, Blogs, Chaträume, Instant Messaging, E-Mail, Diskussionsforen und andere Websites nach Kindern.

Dabei handelt sich um Menschen, die oft geplant und äußerst professionell ihre Opfer suchen.

Meist verführen sie durch Aufmerksamkeit, Zuneigung, Freundlichkeit und sogar Geschenke. Sie kennen sich bei den neuesten Musikentwicklungen und Hobbys von Kindern und Jugendlichen aus. Sie hören zu und zeigen Verständnis für Deine Probleme. Erst nach und nach kann man im Lauf der Gespräche erkennen, auf was Dein Gegenüber es eigentlich abgesehen hat. Am Ende steht dann oft eine Verabredung, um sich einmal persönlich zu treffen.

Auch hier gelten Regeln, um sich vor möglichem Missbrauch zu schützen:

Keine Bilder aus unbekannten Quellen herunterladen – es könnte sich dabei um pornografisches Material handeln.

Unverzüglich einen Erwachsenen kontaktieren, wenn sich aus einer Onlineaktivität ein Gefühl der Unsicherheit oder Angst ergibt.

Einen geschlechtsneutralen Anzeigenamen verwenden, der nicht sexuell verführerisch wirkt und aus dem keine persönlichen Daten entnommen werden können.

Nie persönliche Daten von sich selbst (einschließlich Alter und Geschlecht) oder Angaben zur Familie online weitergeben und keine persönlichen Profile ausfüllen.

E-Mail-Kommunikation, Unterhaltungen per Instant Messaging oder Chat sofort stoppen, falls jemand anfängt, Fragen zu stellen, die zu persönlich oder sexueller Natur sind.

Solltest Du von einem Unbekannten pornografische Bilder erhalten oder mit E-Mails oder über Instant Messaging sexuell bedrängt werden, benachrichtige sofort die örtliche Polizeidienststelle. Um die polizeilichen Ermittlungen zu unterstützen, sammle alle verfügbaren Informationen einschließlich E-Mail-Adressen, Webadressen und Chatprotokolle.


www.jugendschutz.net

Hier könnt Ihr jugendgefährdende oder jugendbeeinträchtigende Inhalte im Internet melden. Dazu gehören auch interaktive und kommunikative Angebote wie z.B. Chat, Instant Messaging, File-Sharing (Tauschbörsen) und z.B. rassistische, gewaltverherrlichende oder pornografische Seiten.


Mit der gemeinsamen Webseite Internet-Beschwerdestelle.de bieten der Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco) und die Freiwillige Selbstkontrolle Multimediadiensteanbieter (fsm) die Möglichkeit, sich an einer Stelle über den sichereren Umgangs mit dem Internet zu informieren und Beschwerden einzureichen zu illegalen und schädigenden Inhalte folgender Internetdienste: World Wide Web, E-Mail, Spam, Tauschbörse, Peer-to-Peer, Chat, Newsgroup, Diskussionsforum, Mobile Inhalte u.a.


Schütz Dich im Chat

Die gute Nachricht zuerst: Missbrauch ist zwar ein Problem, das sich im Netz neu stellt, weil auch die Täter neue Wege finden, ihre Opfer aufzuspüren. Dass jedoch die Gefahr in Online-Netzwerken wie MySpace und Facebook besonders groß sei, widerlegt die Untersuchung der US-Internet Safety Technical Task Force. Die sozialen Netzwerke haben dem Bericht zufolge das Risiko, von Erwachsenen belästigt zu werden, insgesamt nicht erhöht. Die Task Force hat wissenschaftliche Studien ausgewertet und technische Sicherheits-Tools testen lassen. Die Mitglieder haben nicht nur Forscher sondern auch Experten von 30 Firmen wie AOL, Facebook und MySpace befragt.

Dennoch weist der Bericht darauf hin, dass noch viel mehr getan werden muss, um die Aktivitäten von z. B. von Sexualstraftätern im Netz aufzuspüren und rechtzeitig zu verhindern.

Damit Du sicher im Chat bist, solltest Du folgende Regeln unbedingt beachten:

Viele Online-Kriminelle haben sich eigens auf Kinder und Jugendliche "spezialisiert". Sei daher wachsam. Leider kannst Du das Gegenüber im Internet in der Regel ja nicht "ansehen". Wenn Dich also beispielsweise in einem Chat jemand bittet, ihm Dein Alter oder Deine Adresse zu nennen, lasse Vorsicht walten und gib Deine persönlichen Daten nicht heraus.

Gib dir selbst einen Screen-Namen (Nick) im Chat oder Foren, der keine Rückschlüsse auf dein Alter, Geschlecht etc. zulässt. Also nenne dich lieber "xxmax1234vbc" als "lisa12" oder "thomas13"

Denke immer daran, dass alles was du in einen Chatraum schreibst von allen anderen Teilnehmern mitgelesen werden kann.

Verlasse einen Chatraum oder ein Zweiergespräch (ICQ, Skype, Messenger etc. ) wenn du "ein dummes Gefühl" bekommst.

Lasse dich von niemandem aus dem Internet bedrohen oder zu Dingen verführen, die du im „normalen“ Leben nie tun würdest.

Gehe niemals alleine und ohne, dass eine erwachsene Person davon weiß, zu Treffen mit Leuten, die du nur aus dem Netz kennst.

Sprich bitte eine erwachsene Vertrauensperson an, wenn du im Internet bedroht wurdest, Dir jemand etwas zugesandt hat, was Dir Angst oder Sorgen macht oder Du Dich in einer Netz-Situation einfach "schlecht" gefühlt hast. Es ist sehr wichtig, dass Du über Netzprobleme nicht nur mit den Freunden redest, sondern auch mit Eltern oder anderen Erwachsenen Kontakt aufnimmst.

Hinterlege deine Passwörter für Chats, Internetzugang etc. bei einer erwachsenen Vertrauensperson.


Mehr Infos:

www.chatten-ohne-risiko.net