Diphtherie

Früher nannte man die Diphtherie auch „Würgeengel der Kinder“ und noch in den Nachkriegsjahren starben Tausende von Kindern daran. Wie die Tetanus-Bakterien bilden auch Diphtherie-Bakterien ein gefährliches Gift. Es verursacht das  Anschwellen der Rachenschleimhäute, so dass Erstickung droht. Außerdem treten durch die Giftwirkung Schäden z. B. am Herzmuskel, an Leber, Niere oder Nerven auf. Auch wenn in Deutschland nur noch selten jemand erkrankt, kann Diphtherie jederzeit wieder aus anderen Ländern (z.B. nach einem Urlaub) eingeschleppt werden. Deswegen ist die Impfung immer noch sehr wichtig. Kleinere Kinder sind meist gut durch Impfungen geschützt. Häufig denken die Eltern aber nicht mehr daran, die Impfung auffrischen zu lassen. Vielleicht fragt Ihr Eure Eltern gleich mal nach Eurer letzten Diphtherie-Impfung!

Diphtherie im Überblick

Erreger: Bakterium Corynebacterium diphtheriae

Übertragungswege: von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion.

Inkubationszeit: wenige Stunden bis fünf Tage.

Krankheitsbild: Halsschmerzen mit Schwellungen und Beläge im Kehlkopf-Gaumen-Rachen-Bereich. Todesfälle durch Erstickung oder durch die vom Gift verursachten Organschädigungen an Herz, Leber oder Niere.

Ansteckungszeitraum: prinzipiell so lange, wie Bakterien nachweisbar sind.

Impfung: Grundimmunisierung mit einem Kombinationsimpfstoff. Auffrischung im Alter von 9-17 Jahren mit Kombinationsimpfstoff. Pertussis-Impfung wird nach STIKO bei Erwachsenen nur einmal aufgefrischt. Nur im Bundesland Sachsen (STIKO) erfolgen regelmäßige Pertussis-Auffrischimpfungen in 10jährigem Abstand.