Hepatitis B

Diese Form der Leberentzündung wird auf demselben Weg wie der AIDS-Erreger (HIV) übertragen, am häufigsten über Blutkontakt und ungeschützten Sexualverkehr. Das Hepatitis B-Virus ist allerdings 100-mal ansteckender als HIV. Zur Ansteckung kann z. B. schon ein einziger Kuss ausreichen. Denn manchmal befindet sich eine kleine Wunde im Mundraum, die gar nicht zu spüren sein muss. Für den Erreger ist sie ausreichend, um in den Körper zu dringen. Auch unsaubere Tätowiernadeln oder Spritzen tragen ein hohes Infektionsrisiko mit sich. Sogar eine gemeinsam benutzte Zahnbürste oder ein Rasierapparat, auf denen kleinste Blutpartikel liegen, können ansteckend sein. Frauen, die das Virus in sich tragen, können ihr Kind bei der Geburt mit Hepatitis B infizieren. Und je jünger der Patient ist, desto eher ist ein chronischer Verlauf der Hepatitis B zu befürchten, der nach Jahren zu Leberzirrhose und Leberkrebs führen kann.

Hepatitis B im Überblick

Der Erreger: Hepatitis B-Virus

Übertragungswege: über ungeschützten Sexualverkehr, direkten Blutkontakt, Tätowieren oder Piercen, fremde Zahnbürsten oder Rasierapparate, gebrauchte Spritzen.

Inkubationszeit: ca. 6 Wochen bis 6 Monate.

Krankheitsbild: anfangs grippeähnliche Beschwerden, später bierbrauner Urin, entfärbter Stuhl, Gelbfärbung der Haut, begleitet von Kopf-, Leib- und Gliederschmerzen, Erbrechen und Fieber. Es kann auch schwere Verläufe geben, die eine Nachbehandlung notwendig machen und auch tödlich enden können.

Mögliche Folgeschäden: Chronische Hepatitis, Leberzirrhose, Leberkrebs

Bei 60 bis 70 % der Erkrankten haben keine sichtbaren Symptome.

Ansteckungszeitraum: in der akuten Krankheitsphase sehr hoch; bei chronischen Virusträgern unterschiedlich hoch und lebenslang anhaltend.

Impfung: Die Grundimmunisierung besteht aus 3 Impfungen:
1. Impfung, 2. Impfung nach 4 Wochen und 3. Impfung nach 6 Monaten.

Nur alle drei Impfungen gewähren einen sicheren Schutz.