HPV
Humane Papillomaviren (HPV) sind weltweit zu finden. Es gibt über 100 verschiedene Virus-Typen. Schätzungsweise kommen ungefähr 70 % aller Frauen und Männer während ihres Lebens mit diesen Viren in Kontakt. Einige dieser Virus-Typen sind krebsauslösend, wie z. B. Typ 16 oder Typ 18 (sogenannte High-Risk-Typen). Demgegenüber gibt es Niedrigrisikotypen, z. B. Typ 6 und 11 (sogenannte Low-Risk-Typen). Über Haut-/Schleimhautkontakte v. a. Genitalkontakte (z. B. Petting und/oder Geschlechtsverkehr oder über infizierte Gegenstände) wird das Virus übertragen. Kondome schützen nicht ausreichend, da der potenziell infizierte Haut-/Schleimhautbereich nicht vollständig abgedeckt wird. Oft wird das Virus über das Immunsystem erfolgreich bekämpft und die Infektion bleibt folgenlos. Ist das nicht der Fall, werden die vom Virus infizierten speziellen Haut-/Schleimhautstellen verändert. Je nach Virustyp und krebserzeugendem Potenzial kommt es zu unterschiedlichen Krankheitsbildern: zu Genitalwarzen im äußeren Scheiden- , Anal- oder Penisbereich oder im schlimmsten Fall zu Gebärmutterhalskrebs.
HPV im Überblick
Der Erreger: Kugelförmiges, unbehülltes DNA-Virus; weltweite Verbreitung. High-Risk-Typen für Gebärmutterhalskrebs sind HPV 16 oder 18, seltener sind 31 und 45 nachweisbar
Übertragungswege: Direkter Haut-/Schleimhautkontakt, vor allem Geschlechtsverkehr, seltener durch gemeinsam benutzte Gegenstände
Inkubationszeit: Wochen bis Monate oder Jahre, abhängig vom Virus-Typ
Krankheitsbild: vor allem Genitalwarzen, Gebärmutterhalskrebs
Ansteckung: Über 70% der sexuell aktiven Menschen zwischen dem 18. und 26. Lebensjahr haben mindestens eine Infektion durchgemacht
Impfung: Impfung erfolgt entsprechend der STIKO-Empfehlung im Alter von 12-17 Jahren, nach Rücksprache mit dem Arzt auch im späteren Lebensalter. Es werden nur Mädchen/Frauen geimpft. Eine Grundimmunisierung besteht aus 3 Impfungen.


