Masern

Masern

Masern werden zu Unrecht als harmlose Kinderkrankheit angesehen. Denn erstens können sie gefährliche Folgen haben und zweitens können auch Jugendliche und Erwachsene Masern bekommen. Sie erkranken dann oft besonders schwer. Das typische Krankheitsbild beinhaltet Abgeschlagenheit, hohes Fieber, kleine weiße Flecken auf der Wangenschleimhaut, bellenden Husten, Bindehautentzündung und einen Hautausschlag, der zuerst im Kopfbereich auftritt und sich innerhalb von 3 Tagen über den Körper ausbreitet. Lungen- und Mittelohrentzündung sind häufige Komplikationen. Besonders gefürchtet ist die Gehirnentzündung (Enzephalitis), die zu bleibenden Behinderungen oder zum Tod führen kann.

Masern im Überblick

Der Erreger: Masernvirus

Übertragungswege: von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion.

Inkubationszeit: 8 bis 10 Tage, bis zum Beginn des Hautausschlages 14 bis 21 Tage.

Krankheitsbild: Husten, Schnupfen, Bindehautentzündung, hohes Fieber, typischer Hautausschlag, Anfälligkeit gegenüber anderen Infektionen wegen geschwächter Immunabwehr.

Ansteckungszeitraum: 4 bis 5 Tage vor dem Ausbruch des Hautausschlages und bis 4 Tage danach; Masern sind hochansteckend.

Komplikationen: häufig Lungen- und Mittelohrentzündung, schwerste Folge: Hirnentzündung (sie tritt besonders bei erkrankten Jugendlichen und Erwachsenen in einer Häufigkeit von 1:500 auf; 10-20 % sterben daran, bei weiteren 25 % bleiben Dauerschäden zurück).

Impfung: Zweimalige Impfung mit einem Kombinationsimpfstoff, der gleichzeitig zuverlässig vor Masern, Mumps und Röteln bzw. Masern, Mumps, Röteln und Varizellen schützt.