Meningokokken C 

Meningokokken sind Bakterien mit 13 unterschiedlichen Gruppen (z.B. A, B, C, W135, Y), die eine schwere Hirnhautentzündung (Meningitis) oder Blutvergiftung hervorrufen können. Meningokokken werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. Kinder unter 4 Jahren und Jugendliche sind am stärksten betroffen. Bei der Meningokokken-C-Erkrankung handelt es sich um eine lebensbedrohliche Erkrankung. Ca. 10% der Erkrankten sterben! Symptome sind meist hohes Fieber, Benommenheit, starke Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, manchmal auch ausgeprägte Unruhe, Erbrechen, zum Teil Krampfanfälle und Bewusstlosigkeit. In Deutschland wird Meningokokken C-Impfung Kindern und Jugendlichen dringend empfohlen. Die Impfung ist kostenlos.

Meningokokken C im Überblick

Der Erreger: Neisseria meningitidis

Übertragungswege: Von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion

Inkubationszeit: 2 bis 10 Tage

Krankheitsbild: Oft zuerst Zeichen einer Infektion der oberen Luftwege mit plötzlichen starken Kopfschmerzen, hohem Fieber, Muskelschmerz, Erbrechen, Nackensteifigkeit; im weiteren Verlauf sind Krampfanfälle und eine Bewusstseinseintrübung (Koma) möglich. Es kann zu Hautblutungen kommen, v. a. im Bereich der Arme und Beine. Bei schweren Verläufen entwickelt sich eine Blutvergiftung mit massiven Blutungen in Haut, Schleimhäuten und inneren Organen. Innerhalb kürzester Zeit (manchmal nur wenige Stunden) kann ein Schockzustand mit massiven Störungen der Blutgerinnung und Organversagen (z. B. Nierenversagen) auftreten: Dieses Krankheitsbild wird in der Fachsprache auch als Waterhouse-Friderichsen-Syndrom bezeichnet

Ansteckung: Mit einer Ansteckungsfähigkeit innerhalb von 24 Stunden ist auch nach Behandlungsbeginn noch zu rechnen.

Impfung: Empfohlen wird eine Impfung ab dem 2. Lebensjahr, bzw. ein Nachholen nicht erfolgter Impfungen bei Kindern und Jugendlichen.