Mumps 

Mumps ist eine Virusinfektion, die in erster Linie die Speicheldrüsen befällt. Besonders in Erscheinung tritt die Entzündung der Ohrspeicheldrüsen, die sich als Schwellung vor den Ohren zeigt. Daher auch im Volksmund der Ausdruck „Ziegenpeter”. Es können jedoch auch andere Organe erkranken. Für Mumps gilt wie für viele andere „Kinderkrankheiten“ auch: Je älter die Patienten sind, desto schwerer verläuft die Krankheit. Mumps ist bei Kindern häufig Ursache für eine bleibende Schwerhörigkeit. Auch Bauchspeicheldrüse, Hoden oder Eierstöcke können befallen sein. In seltenen Fällen droht nach einer Hodenentzündung eine Zeugungsunfähigkeit. Jeder Achte bis Zehnte erkrankt an einer Hirnhautentzündung, die in der Regel gutartig verläuft, jedoch häufig einen Krankenhausaufenthalt notwendig macht.

Mumps im Überblick

Der Erreger: Mumpsvirus

Übertragungswege: von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion oder über infizierte Gegenstände.

Inkubationszeit: schwankend; 12 bis 25 Tage, meist 16 bis 18 Tage.

Krankheitsbild: Fieber, schmerzhafte Schwellung vor allem der Ohrspeicheldrüsen (ein- oder beidseitig), Kopf- und Halsschmerzen.

Ansteckungszeitraum: etwa 7 Tage vor bis 9 Tage nach Beginn der Drüsenschwellung; auch bei fehlender Drüsenschwellung ist eine Übertragung möglich.

Komplikationen: Hodenentzündung (bei ca. 25 %), Eierstockentzündung (bei ca. 5 %); Unfruchtbarkeit kann die Folge sein. Hirnhautentzündung (bei etwa 10% der Erkrankten), selten Entzündung des Gehirns, bleibende Schäden (z. B. Schwerhörigkeit) sind möglich.

Impfung: Zweimalige Impfung mit einem Kombinationsimpfstoff, der gleichzeitig zuverlässig vor Masern, Mumps und Röteln bzw. Masern, Mumps, Röteln und Varizellen schützt.