Pertussis
Pertussis (Keuchhusten) gehört zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten im Säuglingsalter. Keuchhusten beginnt meist wie eine Erkältung. Im weiteren Verlauf treten dann starke, bellende Hustenanfälle auf, die zur Atemnot mit dem typischen keuchenden Einatmen führen können. Die Krankheit kann sich über Wochen und Monate hinziehen. Bedrohlich sind vor allem die schweren Komplikationen wie Lungenentzündung, Mittelohrentzündung und Gehirnentzündung. Bei Säuglingen bis zu einem halben Jahr kann Keuchhusten zudem „stumm”, d. h. ohne den typischen Husten, verlaufen. Die auftretende Atemnot birgt dann die Gefahr des Erstickens. An Keuchhusten kann man immer wieder erkranken. Auch die Impfung, die im Säuglingsalter gegeben wurde, schützt nicht ewig. Daher muss die Impfung alle paar Jahre “aufgefrischt” werden.
Pertussis im Überblick
Der Erreger: Bakterium Bordetella pertussis
Übertragungswege: von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion.
Inkubationszeit: 7 bis 20 Tage
Krankheitsbild: sich steigernde, starke, bellende Hustenanfälle bis zur Atemnot mit keuchendem Einatmen (daher der Name „Keuchhusten”); oft Erbrechen zähen Schleims.
Ansteckungszeitraum: von den ersten Symptomen, wie Husten und Heiserkeit, bis zu 40 Tagen.
Komplikationen: Mittelohrentzündung, Lungenentzündung, Gehirnentzündung; Todesfälle sind möglich (vor allem im Säuglingsalter).
Impfung: Die Grundimmunisierung muss so früh wie möglich im Säuglingsalter ab dem vollendeten 2. Lebensmonat erfolgen. Da die Impfungen nur begrenzte Zeit schützen, benötigen Kinder zwei Auffrischungsimpfungen, d.h. die erste vor Schulbeginn und die zweite im Alter zwischen 9 und 17 Jahren.


