Tetanus

Schon kleine Wunden genügen den Tetanus-Bakterien, um in den Körper zu gelangen. Gefährlich sind vor aber allem tiefe Wunden, z. B., wenn man in einen alten, rostigen Nagel tritt. Tetanus-Bakterien sind deshalb so gefährlich, weil sie ein Nervengift bilden. Dieses Gift bewirkt Muskelkrämpfe, daher der Name Wundstarrkrampf. Ist die Atemmuskulatur betroffen, kann der Patient ersticken. Weil es das Tetanus-Gift ist, was zur Erkrankung führt, ist auch die Behandlung schwierig. Antibiotika töten zwar die Bakterien ab, aber bis dahin hat sich schon so viel Bakteriengift gebildet, dass die Krankheit ausbricht. Gegen die Giftwirkung helfen Antibiotika nicht. Auch hier hilft nur eine vorbeugende Impfung. In Deutschland wurden in den letzten Jahren nur noch einige Tetanusfälle gemeldet. Die geringen Erkrankungszahlen sind vor allem auf die erfolgreiche Impfung zurückzuführen.

Tetanus im Überblick

Der Erreger: Bakterium Clostridium tetani

Übertragungswege: aus der Umgebung auf den Menschen bei Verletzungen der Haut oder Schleimhaut.

Eine Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt nicht.

Inkubationszeit: drei Tage bis mehr als drei Wochen, meist 15 Tage; schwere Fälle haben meist eine kurze Inkubationszeit.

Krankheitsbild: anfangs Kopf- und Zahnschmerzen, Schweißausbrüche und Verkrampfung der Kau- und Schluckmuskulatur; im weiteren Verlauf Krämpfe in allen Muskelgruppen. Ist die Atemmuskulatur betroffen, droht der Erstickungstod.

Behandlung: schnelle chirurgische Wundversorgung und Medikamente. Aber: Trotz intensivmedizinischer Behandlung sterben etwa 30 % der Erkrankten. Schutz bieten nur vorbeugende regelmäßige Impfungen.

Impfung: Die Grundimmunisierung erfolgt ab dem Säuglingsalter. Auffrischung im Alter von 9-17 Jahren.

Im Erwachsenenalter sind alle 10 Jahre Auffrischimpfungen erforderlich.