Der eigene Körper als „Problemzone“

Als Mädchen bekommst Du in der Pubertät breitere Hüften, die Brüste entwickeln sich und irgendwann bekommst Du zum ersten Mal Deine Tage. Das sind deutlich spürbare Signale, dass Du nun zur Frau wirst. Fakt ist, dass Mädchen in der Pubertät viel häufiger mit ihrem Körper und Aussehen unzufrieden sind als gleichaltrige Jungen. Die Medien und die Werbung spielen mit dieser Unsicherheit, indem sie einem ständig „Idealkörper” präsentieren. Aber die Realität sieht anders aus. Wer sich auf der Straße, am Strand oder im Schwimmbad aufmerksam umschaut, wird feststellen, dass es keinen Einheitskörper gibt. Kein Busen und keine Figur gleicht den anderen. Jeder Körper ist einzigartig und auf seine Weise schön. Wer sich das bewusst macht, muss sich nicht verunsichern lassen und kann selbstbewusst mit den Veränderungen an seinem Körper umgehen. Dennoch würden 63 Prozent der 13- bis 14-jährigen Mädchen gerne besser aussehen. Über die Hälfte wäre gern dünner. Und dafür wird einiges in Kauf genommen.

Mit der einsetzenden Periode musst Du Dich an Binden oder Tampons gewöhnen. Der Schwimm- oder Sportunterricht kann gerade am Anfang in Deinen Augen ein unüberwindbar peinliches Vorhaben sein. Das ist bei fast allen Mädchen so. Bei all den Sorgen, die Du Dir machst ist eines wichtig: Du bist nicht das erste und auch ganz gewiss nicht das letzte Mädchen auf dieser Erde mit solchen Problemen. Such Dir Menschen, mit denen Du reden kannst, z.B. Deine Mutter, die ältere Schwester, eine Freundin, oder die Vertrauenslehrerin. Auch im Internet kannst Du nützliche Informationen und Erfahrungsberichte finden.
Sei bitte vorsichtig in Chaträumen und überlege genau, was Du dort erzählst. Denn nicht immer sind es seriöse Partner, mit denen Du Dich dort austauschen kannst. Triff Dich auf keinen Fall mit Internetbekannten, die Dir ihre Hilfe anbieten. Vor allem aber glaube nicht alles, was Dir erzählt wird. Sei misstrauisch und wachsam. Informiere Deine Eltern oder Freunde, wenn Dir etwas komisch vorkommt.