Sport
Sport ist gesund – keine Frage. Das ist so! Unabhängig davon soll Sport Spaß machen, Körperbewusstsein vermitteln und Abwechslung in den Alltag bringen. Probiere aus, welche Sportart zu Dir passt. Nicht jeder Sport, jede Belastung und jede sportliche Technik tut Jedem gut. Wenn es zu Gesundheitsproblemen kommt, dann liegt die Ursache häufig darin, dass die Warnzeichen des Körpers (z.B. Ermüdung, Muskelkater) ignoriert werden, man sich zu viel zumutet und zu hohe Risiken eingeht.
Genauso schädlich können umgekehrt zu wenig Bewegung, Spiel und Sport sein.
Doping
Dass im Spitzensport gedopt wird, daran haben wir uns schon fast gewöhnt. Doping und der Missbrauch nicht verbotener Mittel und Medikamente ist aber zunehmend auch ein Problem des Freizeitsportes. Wenn Du eine Kopfschmerztablette oder ein Beruhigungsmittel einnimmst, ohne Kopfschmerzen zu haben oder krankhaft unruhig zu sein, dann ist das Medikamentenmissbrauch. Doping und Medikamentenmissbrauch haben ein wichtiges Merkmal gemeinsam: Es wird versucht, auf künstlichem Wege unter Ausblenden von Gefahren ein Ziel zu erreichen.
Nach Untersuchungen in den USA und in anderen Ländern nehmen ca. 5 % der Jungen und zumindest zeitweilig 2,5 % der Mädchen zwischen 14 und 18 Jahren anabole Steroide und andere Substanzen missbräuchlich ein. Dabei sind Jungen für den Missbrauch anfälliger als Mädchen. Der Spitzensport und falsch verstandene Schönheitsideale von muskelgestählten straffen Körpern sind Auslöser für den Missbrauch von Medikamenten.
Alle möchten schön, stark und unbesiegbar sein. Dabei gehören das Akzeptieren und Verarbeiten von Niederlagen zu den wichtigen Erfahrungen, die man im Sport machen kann. Viele Menschen und gerade Jugendliche fühlen sich von den Erfolgserwartungen ihres Umfelds (Trainer, Eltern, Freunde, so genannte Berater, beteiligte Sportmediziner usw.) überfordert und lassen sich zum Doping überreden. Ob Du Dich auf Doping oder Medikamentenmissbrauch einlässt oder nicht – die Verantwortung für diese Entscheidung trägst allein Du! Sei stark und sag NEIN, denn es ist Deine Gesundheit.
Der Wunsch nach einem sehr muskulösen Körper kann bei Jungen ähnlich krankhafte Formen annehmen, wie bei Mädchen die Vorstellung von einem idealen Modelkörper. Letztlich sollen Doping im Leistungssport und Medikamentenmissbrauch im Freizeitsport das Gleiche bewirken: mehr Anerkennung.
Die meisten glauben, Doping sei nur ein Problem des Spitzensports auf internationaler Ebene. Ähnlich denken viele Trainer, Funktionäre und Besitzer von Fitnessstudios. Wenn Du aber intensiv Sport oder sogar Leistungssport betreibst, ist es wahrscheinlich, dass Du irgendwann mit der Dopingproblematik konfrontiert wirst. Ob Du stark genug bist, den Verlockungen zu widerstehen, weißt nur Du selbst!
Es empfiehlt sich, sehr genau zuzuhören und zwischen den Zeilen zu lesen, wenn jemand mit Dir über Doping oder allgemein über die Verwendung von Medikamenten spricht. In diesem Zusammenhang solltest Du dich immer wieder fragen, wozu ein gesunder Mensch denn Medikamente benötigt. Es ist doch verrückt, wenn Krankheit und manchmal sogar Tod in Kauf genommen werden, um gesund, fit und „gut“ auszusehen.
Doping ohne Risiko gibt es nicht.
Schütz dich beim Sport
Jedes Jahr verletzen sich bis zu zwei Millionen Menschen in Deutschland beim Sport - und die Tendenz ist steigend. Ursachen dafür sind die wachsende Zahl von Freizeitsportlern, der Trend zu Modesportarten mit erhöhtem Verletzungsrisiko und eine vermehrte Risikobereitschaft bei den Sportlern. Außerdem sind die Bewegungsabläufe häufig ungenügend erlernt und Vorsichtsmaßnahmen werden nicht beachtet. Je nach Sportart gilt daher der Appell: Setz Dir z.B. einen Helm auf, nutze Ellbogen- und Knieprotektoren, mach Dich vor dem Sport richtig warm. Das ist nicht albern, sondern sinnvoll. Kein Leistungssportler würde auf solche Vorsichtsmaßnahmen verzichten.
Sport und Ernährung
Die Grundlage zu allem sind Talent und Training. Viel zu häufig wird beim Versuch, eine Leistungssteigerung zu erzielen, sofort an Doping gedacht, ohne die natürlichen Möglichkeiten des Trainings überhaupt genutzt zu haben: Du solltest Rhythmus und Regelmäßigkeit in Dein Leben bringen. Klingt blöd – hilft aber. Versuche deshalb zunächst einmal, rechtzeitig schlafen zu gehen. Dann kannst Du mehr auf deine Ernährung achten und wenig sinnvolle Nahrungsmittel und Getränke wie Pommes Frites, Coca Cola, Süßigkeiten oder zu viel Fleisch durch frisches Obst, Gemüse und Getreide ersetzen. Das heißt nicht, dass Du auf alles verzichten musst, was Dir bisher geschmeckt hat, aber alles ist eine Frage der Häufigkeit und Menge! Etwas Schokolade kann Dir ausgesprochen gut tun, zwei Tafeln auf einmal gegessen mit Sicherheit nicht! (siehe auch: Ernährungsinformationen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung – www.dge.de)
Bei einer abwechlsungsreichen Ernährung sind so genannte Substitutionsmittel (Nahrungsergänzungsmittel, Sportlergetränke, Medikamente) überflüssig. Eine gesunde, vielfältige Ernährung bekommt unserem Körper oft besser als jedes Nahrungsergänzungsmittel. Wasser, Mineralwasser oder Apfelsaftschorle sind meist sinnvoller als kalorienhaltige Sportlergetränke!

