Sucht und Drogen
Mit dem Wort Sucht wird ein riesiges Feld von Problemen beschrieben. Neben der Abhängigkeit von Nikotin, Alkohol oder Drogen gibt es noch weitere: z.B. Magersucht, Esssucht, Spielsucht, Waschsucht. Menschen in seelisch schwierigen Situationen – und dazu gehört ganz sicher die Pubertät – sind besonders anfällig für Abhängigkeiten. Denn auf den ersten Blick scheinen sie die Probleme zu beseitigen oder erträglicher zu machen. Und genau darin steckt die Gefahr.
Alle Süchte haben eines gemeinsam: Sie bestimmen das Leben der Menschen, die davon betroffen sind und das ihrer Angehörigen. Die Gedanken der Süchtigen beschäftigen sich immer und immer wieder mit den selben Fragen: Wo habe ich noch Zigaretten? Habe ich noch genug Bier im Haus, um morgen früh aufzustehen? Wo bekomme ich das Geld für meinen nächsten „Schuss“ her? Wie verberge ich am besten meine Süßigkeiten, damit meine Mutter sie nicht findet?…
Wertvolle Zeit, Energie und Geld müssen investiert werden, um die Sucht zu befriedigen oder zu verbergen. Je tiefer jemand in diesen Strudel gerät, um so schwerer wird es, von allein zu erkennen, dass da ein Problem ist. Sehr häufig geraten die Betroffenen in lebensgefährliche Zustände. Aber auch die Angehörigen werden an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gebracht, wenn z.B. ein Alkoholiker im Vollrausch brutal wird oder jede Mahlzeit mit einem Magersüchtigen zur Tortour wird. Nicht zuletzt können u.a. die Spielsucht auch ganz schnell zum wirtschaftlichen Ruin einer Familie führen.
Aus diesen Gründen ist es sowohl für die Süchtigen selbst, als auch für ihre Angehörigen ganz wichtig, sich Hilfe zu holen.
Ein kompetenter Anlaufpunkt sind die Suchtberatungsstellen.
Bei wirtschaftlichen Nöten helfen zusätzlich die Schuldnerberatungsstellen.

Hilfe am Telefon:
Selbsthilfe junger Abhängiger
Bundesweite Koordinationsstelle der Caritas
Große Hamburger Straße 18
10115 Berlin
Tel.: 030-280 51 12
Fax: 030-282 65 74

